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[Rezension] Genki Kawamura: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

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Da dieses Buch ein Rezensionsexemplar vom Random House Bloggerportal ist, möchte ich eingangs darauf hinweisen, dass dieser Beitrag Spuren von Werbung und Katzenhaaren beinhalten könnte. Allergiker aufgepasst! Und vielen Dank an das Portal für die Bereitstellung des Buches.


Klappentext:

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes …

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?

Details:

* C.Bertelsmann Verlag * 198 Seiten * Hardcover * 18,00 € * Erschienen am 23.04.2018 *


Genki Kawamura Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden Rezension

 

Was würdest du tun, wenn du erfährst, dass dir nur noch wenig Lebenszeit bleibt und der Teufel dir einen Deal anbietet? Was wäre es dir wert dein Leben Tag für Tag ein wenig zu verlängern? Was würdest du für immer von der Welt verschwinden lassen, damit du einen Tag länger leben darfst? Diese Frage muss sich ein junger Briefträger aus Japan stellen, als er ganz plötzlich die Diagnose Krebs bekommt. Und wer hätte gedacht, dass der Teufel Hawaiihemden trägt?

An diesem Buch gab es für mich kein Vorbeikommen, denn das Cover zog mich direkt in seinen Bann. Die sanften Farben, die für Japan typischen Kirschblüten und der sehr plakativ dargestellte Titel sind einfach ein Eyecatcher. Der Klappentext tat dann sein Übriges und ich wusste einfach, dass ich dieses Buch brauche.

Allerdings muss ich sagen, dass mich die Geschichte dann doch nicht ganz so für sich gewinnen konnte, wie ich es erhofft hatte. Im Ganzen war es mir irgendwie zu wenig. Ich meine, kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr eine letzte Seite umschlagt und ihr wisst, dass diese Geschichte genau so enden musste? Dieses Gefühl von Zufriedenheit, Wehmut, weil man die Charaktere nun gehen lassen, aber dennoch Freude darüber, dass man sie auf ihren Wegen begleiten durfte? Leider musste ich hier auf dieses Gefühl verzichten und ich musste feststellen, dass ich eher unbefriedigt zurückgelassen wurde.

Die Erzählgeschwindigkeit ist recht langsam und bedächtig, denn alles in Allem ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregen möchte und nicht vor Spannung trieft. Dennoch fiel es mir immer schwerer es wieder in die Hand zu nehmen. Vielleicht lag es daran, dass die Erkenntnisse, zu denen der Protagonist nach und nach gelangt, für mich nicht neu, nicht überwältigend waren oder vielleicht waren mir die Momente der Erkenntnis nicht strahlend genug, doch aus irgendeinem Grund war mir das alles nicht genug. Ich kann es leider nicht anders beschreiben und hoffe, dass ihr nachvollziehen könnt, was ich damit genau meine.

Generell konnte mich das Buch leider nicht wirklich in seinen Bann ziehen. Der ruhige Erzählstil gefiel mir zwar ganz gut und auch die Darstellung des Teufels fand ich sehr gelungen. Ich kann somit auch nicht behaupten, dass mir das Buch nicht gefallen hat, doch ich denke, man hätte daraus einiges mehr machen können und dass Potential verschenkt wurde. Somit ist es für mich ein klarer Fall von einem Mittelding.


Ich lese solche Stories mit wichtigen, berührenden Themen aktuell sehr gern, also falls jemand Tipps hat, freue ich mich sehr darüber!

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Das sagt Letterheart:

 Auf eine zierliche Art werden Themen angesprochen, die eigentlich einen schweren Kontext bieten und stattdessen für ein entspanntes und kurzweiliges Leseerlebnis sorgen.

Das sagt Kiddo Seven:

Das Buch war für mich sehr aufwühlend, was ich beeindruckend finde, wenn man die Kürze der Erzählung betrachtet.

Das sagt Mr. Exlibris:

Kawamura hat einen wunderbaren Weg zwischen Minimalismus und Tiefsinnigkeit gefunden, um die Geschichte zu erzählen. An manchen Stellen wirkt der Roman fast ein bisschen wie Poesie und ist wirklich sehr ergreifend.

2 Comments

  • Wiebi

    Guten Morgen, Liebes!

    Das Buch liegt nun schon eine Weile auf meinem SuB und eigentlich wollte ich es schon vor Wochen davon befreien … wie das dann nun mal so ist. Bald habe ich aber Urlaub, vielleicht kann ich da einiges lesen, was schon so lange auf der nicht vorhandenen Liste verweilt Aber schade, dass dich das Buch nicht völlig mitreißen konnte. Ich bin gespannt, wie mir die Geschichte gefällt.

    Liebste Grüße,
    Wiebi

    • Rika

      Liebe Wiebi,

      ja, es ist wirklich schade, aber es kann einem ja auch nicht alles gefallen und es gibt ja sehr viele positive Stimmen dazu. 🙂
      Ich bin gespannt, was du dazu sagen wirst! Hab einen schönen Urlaub!

      Liebst,
      Rika ♥

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