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Rezension | Maxime Chattam: Alterra 1– Die Gemeinschaft der Drei

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Eine Welt ohne Erwachsene klingt im ersten Moment ziemlich spaßig, oder? Niemand, der mehr Regeln aufstellt, der dir sagt, wann du im Bett oder Zuhause zu sein hast oder der dich in irgendeiner anderen Art und Weise versucht zu bevormunden. Gemüse essen? Zwing mich doch! Hausaufgaben machen? Äh, nee?

Doch bei genauerer Betrachtung könnte sich so ein Leben als ganz schön schwierig entpuppen, denn eine Gemeinschaft ohne Regeln würde ziemlich chaotisch aussehen. Und wer sorgt eigentlich für Sicherheit, Recht und Ordnung? Manchmal sind Erwachsene also gar nicht so unnütze, wie sie manchmal erscheinen.

Schlimm wird es allerdings erst richtig, wenn die Erwachsenen nicht nur verschwunden, sondern plötzlich richtig gefährlich sind und du und deine Freunde völlig auf sich gestellt sind! Und zwar in einer Welt, in der nicht nur die Erwachsenen fast verschwunden sind, sondern auch in einer Welt, in der nichts mehr so ist, wie du es kennst und in der dir so ziemlich jeder als Leder will.


Klappentext:

»WO WIRST DU SEIN, WENN DIE WELT UNTERGEHT?«

Ein Orkan bricht über New York herein. Innerhalb weniger Stunden versinkt die Stadt in Eis und Schnee. Aus der Dunkelheit, die folgt, schießen blaue Blitze hervor. Als sie verschwunden sind, ist die Welt eine andere geworden: gefährlich und wild, ohne Technik und Zivilisation – und ohne Erwachsene. Übrig sind nur die Kinder, unter ihnen Matt, Tobias und Ambre. Gemeinsam machen sie sich auf in ein unglaubliches Abenteuer …

Phantastisch, abenteuerlich, magisch – eine unheimliche Reise in eine andere Welt.

Details:

– PAN – 400 Seiten – Hardcover – 11,95€ – Erschienen am 09.09.2009 – Hier kaufen*


Von einem Tag auf den anderen wird die Welt völlig auf den Kopf gestellt. Die Erwachsenen sind spurlos verschwunden, New York wurde unter einer tiefen Schneedecke begraben und merkwürdige, äußerst angriffslustige Wesen machen es Matt und seinem Freund Tobias es nicht gerade leicht sich zurecht zu finden. Schnell wird klar, dass sie nicht die einzigen Überlebenden des Sturms sind, doch nur wenigen möchten die beiden freiwillig begegnen, denn eins lässt sich nicht verleugnen: Mutter Natur hat es endgültig gereicht– und die Folgen sind nicht zu verachten!

Diese Trilogie von Maxime Chattam steht tatsächlich noch gar nicht so lange in meinem Regal, doch da vor allem der dritte Band wohl mittlerweile eine ziemliche Rarität geworden ist, wollte ich auch herausfinden, ob der Inhalt den hohen Preis der Bücher rechtfertigt und ich gebe zu, dass mir Band 1 zwar ganz gut gefallen, aber mich definitiv nicht umgehauen hat. Der Schreibstil ist okay, doch die vielen kurzen Sätze ließen mich nur langsam vorankommen, denn es wirkte ziemlich holprig. Auch gefühlsmäßig kam bei mir kam etwas an, sodass ich die Stimmung der Szenen nur selten wirklich nachempfinden konnte. Mir war zwar klar “Oh, das muss jetzt aber echt traurig/ aufregend/ cool sein!”, doch so richtig mitfühlen konnte ich leider nicht.

Dafür hat mir aber die Grundidee der Geschichte unheimlich gut gefallen! Obwohl der erste Band der Alterra–Trilogie bereits vor fast zehn Jahren erschienen ist, ist die Story brandaktuell. Denn der Sturm und das Verschwinden der Erwachsenen hat natürlich einen tieferen Sinn und zwar Kritik am Umgang mit unserer Erde und Mutter Natur. Wie das alles miteinander verknüpft ist, könnt ihr mit den drei Helden Matt, Ambre und Tobias herausfinden, denn ich möchte an dieser Stelle gar nicht unbedingt mehr verraten. Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert von der Verknüpfung realer Probleme und phantastischer Elemente vereint in einem grandiosen dystopischen Setting!

Die drei Hauptcharaktere Matt, Ambre und Tobias mochte ich auch sehr gern. Die drei Jugendlichen könnten natürlich nicht unterschiedlicher sein, ergänzen sich aber grandios. Die Handlung wird vorwiegend aus Matts Perspektive erzählt, doch vor allem zum Ende hin, erlebt man die Handlung auch aus der Sicht anderer Charaktere. Ich muss sagen, dass mir das nicht ganz so gut gefallen hat, auch wenn ich es als nötigt erachtet habe, um die folgenden Szenen logisch erscheinen zu lassen. Hier hätte ich mir einfach eine elegantere Lösung gewünscht, um die Dinge im Hintergrund zu erklären.

Alles in Allem finde ich den Auftakt der Trilogie allerdings gelungen. Es werden einige Fragen aufgeworfen, die teilweise auch schon gelöst wurden und vor allem die Vorgehensweise machen neugierig auf die weiteren Erklärungen der noch ungelösten Geheimnisse. Die Alterra-Trilogie startet mit einer gelungenen Mischung aus Dystopie, Jugendkrimi und Abenteuerroman und macht definitiv Lust auf mehr, sodass Die Gemeinschaft der Drei für mich auf jeden Fall ein Lesetipp ist!


Ich hoffe, ich konnte dich ein wenig neugierig machen oder kennst du die Trilogie vielleicht sogar schon?

Signatur19

Das sagt Angeltearz liest:

Der Schreibstil des Autors hat mich damals regelrecht in den Bann gezogen. Ich weiß noch, dass ich die Bücher nicht weglegen konnte.

Das sagt Seitenhain:

Ein fantastisches Werk, das vor neuen Ideen strotzt und welches auf dem wissenschaftlichen Boden der (möglichen) Ursachen des Sturmes bleibt.

Was ich kurz sagen wollte... (Dein Kommentar geht danach in die Prüfung zur Freischaltung! ♥)